Methodik

Vier Felder, bevor eine Empfehlung entsteht

Unsere Methodik beschreibt, wie wir Objekte lesen — und wo automatisierte Verfahren in der Analyse von Immobilieninvestitionen sinnvoll ergänzen, ohne die Urteilskraft zu ersetzen.

1. Lage und Nutzung

Mikro- und Makrolage, Nachfragegruppen, Erreichbarkeit und Nutzungsbeschränkungen. In Freiburg etwa unterscheiden wir studentische Vermietung, Familienwohnungen und gewerbliche EG-Flächen klar voneinander.

2. Ertrag und Kosten

Ist-Mieten, marktübliche Spannen, nicht umlagefähige Kosten, Leerstandszeiten und realistische Instandhaltungsblöcke. Hier zeigen sich häufig die größten Abweichungen zu optimistischen Exposés.

3. Substanz und Dokumente

Energiekennwerte, erkennbare Sanierungsstaus, offene Mängelhinweise und die Qualität der vorliegenden Verträge. Fehlende Unterlagen markieren wir als Risiko, nicht als Fußnote.

4. Modellkritik

Wir prüfen, welche Datenquellen und Vergleichsobjekte in KI-gestützten oder automatisierten Berichten stecken, welche Annahmen stillschweigend gesetzt wurden und wo lokale Besonderheiten fehlen.

Architekturpläne und Skizzen zur Objektprüfung

Warum wir Modelle nicht „glauben“, sondern lesen

Automatisierte Auswertungen verdichten Marktinformationen schnell. Für Investitionsentscheidungen reicht das selten: Ein Algorithmus kennt weder die enge Treppe zum Dachgeschoss noch die geplante Straßenbahntrasse zwei Straßen weiter.

Deshalb behandeln wir die Rolle künstlicher Intelligenz bei der Analyse von Immobilieninvestitionen als Arbeitsmittel — vergleichbar mit einem Ortsgutachten oder einer Mietspiegelauswertung, das man gegenprüft.

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Methodik im Gespräch anwenden